Dienstag, 28. August 2007

Ein Ruck, ein Schreck, ein kaputter Reifen!

11. August 2007




Auf unserer Reise durch den Westen sind wir des öfteren an Reifenteilen vorbeigekommen, an Fahrzeugen die am Strassenrand standen und ihre Reifen wechselten, das war jedesmal gruselig. Es sollte aber noch viel realer und gruseliger werden.

Kurz vor Phönix AZ, nachdem wir schon eine ganze Weile auf der I-10 Richtung El Paso unterwegs waren, hat es dann uns getroffen. Ein lauter Schlag und ein Fahrzeug das auf einmal wild wurde.

Glücklicherweise ist niemand in unmittelbarer Nähe gewesen, ich konnte das Auto unter Kontrolle halten und einigermaßen elegant und vor allem sicher von der ganz linken Spur, auf die rechte Seite zum Standstreifen und dort zum Stand, bringen.



Danach mußten wir erstmal einen Moment Ruhe haben.



Der Schreck kam langsam zur Wirkung, da uns aber nichts passierte ging das auch recht zügig vorbei. Jetzt war zu überlegen was wir tun mußten, vorrausschauend hatten wir uns ja als Mitglied beim AAA aufnehmen lassen. Das einzige Problem war unser Cell Phone, das war schon wieder an der Grenze seiner Kapazität. Rosa hat dann gleich gehandelt und einen Wagen angehalten. Das war auch gut so. Der Wagen war mit einem jungen Ehepaar besetzt mit einem kleinen Kind. Nachdem ich ihnen erklärt hatte wie es mit unserem Telefon aussieht, hat der junge Mann, auf mein bitten hin, bei AAA angerufen. Das Gespräch dauerte etwas länger, von daher war ich mehr als glücklich diese Hilfe zu haben.

Der AAA wird kommen und in etwa einer Stunde dasein, das war die erste gute Nachricht, ich habe mich bedankt und die Familie hat gesagt auf ihrem Rückweg werden sie nach uns Ausschau halten, das war beruhigend.

Mittlerweile hat sich der Sonnenuntergang angekündigt und so mitten in der Wüste war das dann doch keine so verlockende Aussicht.

Wir haben uns mit Mückenspray eingenebelt und im Wagen auf geduldiges Warten eingerichtet. Nach gar nicht allzu langer Zeit kam hinter uns ein großer Truck zum stehen.

Der Fahrer gab sich als AAA Beauftragter zu erkennen und ich fühlte mich schon so gut wie gerettet. Jetzt galt es nur noch den Ersatzreifen draufzumachen und dann geht es weiter.

Nun so einfach war es auch wieder nicht.

Erstens war Samstag abend und zweitens hatte er keinen Ersatzreifen dabei.

Also wollte er den aus unserem Wagen draufmachen. Das war jetzt natürlich oberpeinlich, denn darauf war nun ich nicht vorbereitet. Ich hatte keinen blassen Schimmer wo das Ding jetzt ist.

Egal erstmal mußten wir sowieso nach dem Wagenheber schauen, da hatte ich auch keine Ahnung, fing aber erst mal an den Kofferraum auszuräumen, da ich ihn dort vermutete.

Also Koffer raus, Türen hinten auf, Seitenverkleidung ab, da war mal zumindest ein Handbuch vom Auto, das habe ich gleich mal dem Mechaniker gegeben.

Dieser hatte in der Zwischenzeit bei einem WalMart in der Nähe angerufen, die wollten in der Reifenabtelung zwar schon zumachen, aber da es ein Notfall war, haben sie versprochen länger zu bleiben. Na bitte, auch gut dachte ich, dann packen wir mal schnell alles wieder ein.



Unser Abschleppdienst ist dann vors Auto gefahren, hat seine Wippe schräg gestellt und ein

Seil mit Haken an unserem Auto festgemacht. Langsam ist dann unser Wagen auf die Schräge gezogen worden. Von alleine hat es die Spur nicht gehalten so durfte ich einsteigen und die Lenkung gerade halten.



Als wir oben waren wurde der Wagen verzurrt, wir haben noch einen kurzen Rundumblich gemacht und dann ging es ab in den Truck.

Wow, wie ein Trucker über die Interstate, gigantisch was man alles erleben kann!

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